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[Musik] Hot Cakes – The Darkness

August 23, 2012

Glam Rock ist achziger…Glam Rock ist durch…Wer das denkt ist liegt weit daneben, denn nach Queen und Twisted Sister gibt es seid 1999 mit den Briten von The Darkness eine adäquate Weiterführung des Genres für das 21. Jahrhundert. Doch kann das auch 2012 noch spannend sein. The Darkness treten der Herausforderung mit ihrem neuen Album Hot Cakes entgegen.

Natürlich ist das große Alleinstellungsmerkmal dieser Band die teils extrem hohe Stimme von Sänger Justin Hawkins. Diese wird deshalb auch in jedem Song konsequent eingesetzt. Was für viele Lieder sicher angebracht ist und auch textlich selbstironisch eingesetzt wird (z.B. In Every Inch of You) wirkt in manch anderen Lieder überflüssig bis nervig. Vor allem Every Inch of You, der Opener, ist wohl der Song, welcher am meisten Selbstironie und Augenzwinkern mitbringt. Außerdem deutet er schon an, dass es sich bei diesem Album ganz eindeutig um ein Konzeptalbum handelt. Das Konzept lässt sich auch recht einfach herunterbrechen: Love, Love, Love und jede Menge klassische Gitarren-Riffs. Die Titelliste lässt schon erkennen, welche Themen abgehandelt werden: Every Inch of you, Nothin’s Gonna Stop Us, She Just A Girl, Eddie, Fordidden Love, Love Is Not The Answer

Auf musikalischer Seite bieten The Darkness eigentlich ein nettes Portfolio an einprägsamen, klassisch-historischen Riffs und Schlagzeuglinien, die bisweilen an Hardrocker alter Schule wie AC/DC erinnern. Und wenn man seine Gedanken wandern lässt könnte man sich auch gut vorstellen, wie Bon Scott das ein oder andere Lied performen würde. The Darkness liefern damit eben leicht verträglich Rockkost, die handwerklich sicher auf hohem Niveau ist. Allerdings fehlt jede Art von Innovation. Auch wenn sie sich, im Vergleich vorangegangener Alben statt dem exessiven Glamrock weitgehend dem Hardrock legendärer Bands wie Led Zeppelin, AC/DC oder Queen zugewandt haben, bleiben sie weitgehend ohne eigene Note.

Auch der schmale Einsatz von etwas elektronischen Effekten und Synthesizern sowie das konstant hohe Tempo der Stücke halten zwar den Hörer etwas bei Laune, aber mit der Zeit verschwimmt der Höreindruck einfach. Die Songstrukturen ähneln sich und bringen untereinander wenig Abwechslung.

Am Ende bleibt eigentlich nur festzuhalten, dass The Darkness ohne Frage ein ordentliches Hardrock Album abgeliefert haben, dass sicher seine Freunde findet, allerdings wird es durch die einfachen und bekannten Songstrukturen relativ schnell eintönig und damit beliebig. Große Momente, welche die Vorbilder von The Darkness zahlreiche hatten, bleiben leider aus.

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