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[Musik] Garbage – not your kind of people

Mai 24, 2012

Manche Bands schaffen es nach vielen Jahren der Stille ein Comeback abzuliefern. Bei einigen davon geht es schief, weil sich entweder der Geschmack der Leute entwickelt hat und der Stil der Band eben nicht oder weil sich der Stil der Band derart geändert hat, dass er für alte Fans nicht mehr attraktiv ist.

Nun ist es für eine der bekanntesten Indiepop/-rock Bands der 90er soweit ein neues Album nach langer Abstinenz zu liefern. Garbage bringen statt sich aufzulösen, wie es das ein oder andere Gerücht wusste, mit Not Your Kind of People eine Scheibe heraus. Doch was kann man erwarten bei einer Band, die durchaus als sperrig, melancholisch aber bisweilen auch poppig bekannt war? Laut einigen Interviews, die vor allem von Frontfrau Shirley Manson kürzlich gegeben hat ist die Band wie man sagt erwachsen geworden, hat mit den Ärgernissen der Musikindustrie abgeschlossen und ist quasi mit sich im Reinen… Beste Vorraussetzungen oder eher ein Stolperstein?

Um es kurz zu machen, das gut 45 Minuten lange Album hat Momente!

Auf der einen Seite gibt es da viele Stücke, die sehr seicht wirken und definitiv im Pop anzusiedeln sind. Etwas schade ist dies vor allem bei den Balladen not your kind of people und beloved freak, die inhaltlich zum einen ein Aufschrei gegen die Musikindustrie und zum anderen die Verteidigung eines Typus sind.  Gerade bei diesen beiden fehlt meiner Meinung nach deutlich Charakter im Gesang und Liebe zum Detail auf musikalischer Ebene. Stattdessen plätschern beide Songs, fast schon emotionslos dahin und können somit kaum Wirkung entfalten.

Auf der anderen Seite gibt es Stücke wie man on a wire oder das grandiose control, die nicht nur rockig sondern auch durch eine Mischung aus Stimme, Text und Effekten eine Stimmung erzeugen können. Diese Songs können schon als „typisch“ gelten, weil sie zwar eingängige Elemente enthalten aber dennoch immer wieder an Stellen ins sperrig  Innovative abgleiten und damit den Charakter dieser Band sowie des Albums prägen.

Alles in allem muss man zwar positiv feststellen, dass die Band sich entwickelt hat, aber dafür auch etwas von Shirley Mansons Melancholie und Wut junger Jahre verloren gegangen ist. Was natürlich für ihre persönliche Entwicklung sicher wichtig war ist aus musikalischer Sicht ein Verlust.

Das Album ist nichtsdestotrotz hörenswert und interessant. Aber aus meiner persönlichen Sicht ist es kein Meilenstein.

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