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rundblick #3: Kunst, Festivals, Buchhändler

August 7, 2010

Nach dem doch recht ernsten Rundblick der letzten Woche, gibt es diese Woche eher unterhaltsame Dinge:

– Zunächst möchte  ich auf den Tipp des Kulturblogs über den niederländischen Künstler  Michiel van der Zanden hinweisen. Seine Werke, meist Bilder oder Videoarbeiten nutzen den Look von  Computerspielen als Darstellungsform. Das sieht nicht nur ungewöhnlich  beziehungsweise beeindruckend aus, sondern lässt einen auch nachdenken über das Medium Computerspiel an sich und den Einfluss auf unsere Gesellschaft. Mittlerweile gelten Spiele ja als einigermaßen anerkannt, auch wenn sie immer wieder als Sündenbock herhalten müssen. Vielleicht ist  gerade jetzt und in den nächsten Jahren der Punkt gekommen, an dem man sich, gerade  künstlerisch,  damit auseinandersetzen sollte. Und damit meine ich nicht die „Photoshopart“ oder „CGI“, sondern vielmehr die kritische Auseinandersetzung mit dem Thema. Van der Zanden trifft mit seinen Werken auf jeden Fall einen Nerv.

– In den letzten, sagen wir mal, zwanzig Jahren hat sich die Szene für Musikfestivals eklatant erweitert. Mittlerweile gibt es zum Glück für jede Stilrichtung ein beziehungsweise mehrere Festivals, große und kleine. Auch in diesem schon nicht mehr so heiße Sommer ist die Festivalsaison noch in vollem Gangen, etwa aktuell mit den großen Festivals für Metal und die dunkle Szene: Wacken und M`era Luna. Wer es etwas breiter im Angebot mag und es dieses Wochenende nicht auf eines der Festivals geschafft hat, hat noch die Chance in der kommenden Woche Richtung Budapest aufzubrechen. Das Sziget wächst nicht nur von Jahr zu Jahr, sondern bietet neben den bekanntesten Bands des jeweilligen Genres auch meist ein großes Forum für engagierten Nachwuchs.

– Aktuell ist  gerade der größte  amerikanische Buchhändler „Barnes &  Noble“ mit der Meldung in den Nachrichten aufgetaucht, dass  er den eigenen Verkauf erwägt. Offenbar hat der Kampf um Kunden, mit immer niedrigeren Preisen und dem Versuch einen eigenen e-Reader auf den Markt zu bringen, das Unternehmen stark geschwächt.
Die  Frage die sich mir in diesem Zusammenhang stellt ist: Wie wird das Nutzerverhalten beim  Bücherkauf die nächsten Jahre bestimmen. Ich denke es ist etwas erschreckend, dass auch im Büchermarkt mehr und mehr die „Geiz ist G***“ Stimmung durchsickert. Die großen Buchhändler ob online oder nicht versuchen logischerweise immer mehr zu immer weniger zu verkaufen. Anscheinend zeigen aber auch genügend Kunden  ein Kaufverhalten, dass es nicht zulässt, wenige Euro mehr zu bezahlen,  aber dafür beim Kauf gut beraten zu werden und eventuell ein besseres Buch, sowohl inhaltlich als auch physisch zu bekommen. Aber genau da  kann  der Ausweg für kleine unabhängige Buchhändler liegen. Sie könnten durch gute Beratung, guten Service und Nischenangebote eine Attraktivität erzeugen, die eine große Kette nicht zu Stande bringt.

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