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Datensalat

September 25, 2008

Bücher über Softwaredesign scheinen auf den ersten Blick nicht unbedingt interessant zu sein. Vom literarischen Wert erst gar nicht zu sprechen. Ich habe mich trotzdem für ‚Dreaming in Code‘ von Scott Rosenberg entschieden.

Rosenberg hat sich mit dem Ziel die  Entwicklung eines Computerprogramms zu beobachten an eine Gruppe OpenSourceentwickler gehängt, welche durch einen Fond als Kernentwickler bezahlt wurden. Wie es so ist bei größeren Projekten mit noch größeren Zielen: Es kommt alles, nur nichts so wie es soll! So auch hier.

Das Team hatte das Ziel ein Programm zur intellegenten Kalenderverwaltung zu entwickeln und die dazugehörige Community rundherum zu bilden. Doch gerade beim Kernstück, dem Programm sollte es teils erhebliche Probleme geben. Diese Probleme entstehen wie bei jedem Projekt meist an Punkten an denen die Definition einer bestimmten Richtung, sprich eine Designentscheidung notwendig wird. So kommt es mehr und mehr zu Schwierigkeiten, weil nicht nur die Ziele recht ambitioniert sind, sondern weil sich die Entwickler meist nicht einig werden. Sie vesrtricken sich immer wieder in Details und diskutieren diese in endlosen Sitzungen aus, nur um am Ende in eine völlig andere Richtung einzuschalgen. Rosenberg ist nicht nur bei diesen Besprechungen sondern auch bei Mittagessen, privaten Feiern und im E-Mailverkehr der Gruppe zugegen um alles Aspekte des Projekes und vorallem die Sicht aller Kernentwickler zu ergründen.

Er beobachtet aber in diesem Buch nicht nur, sondern  hat auch sehr viel Hintergrundwissen zu diversen Softwareprojekten und Aspekten des Projektmanagements gesammelt, welches ihn befähigt die Lage bzw. das Projekt genau zu analysieren und seine Schlüsse darzlegen.

So steht also am Ende von Rosenbergs Dokumentation (immerhin 3 Jahre Beobachtungszeit) fest, dass das Programm immer noch in den Kinderschuhen steckt und nur ein Bruchteil der anfänglichen Ziele  und Entwickler übrig geblieben ist. Allgemein kann man sich als Leser daraus nehmen, dass tiefstapeln wohl einer der wichtigsten, wenn nicht der zentraler Grundsatz bei jeglicher Art von Projekten sein sollte.

Das Buch ist und bleibt aber ein recht trockenes Sachbuch, welches nur bei wirklichem Interesse an Software/Computern und Projektmanagement gelesen werden sollte!

…ciao…

Edit: Ich habe gerade noch nachgelesen, dass das Programm um das es ging nun endlich  einer Version 1.0 erschienen ist. Getestet habe ich es noch nicht, aber hier der Link dazu: Chandler 1.0

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