Verfasst von: iamchrs | März 28, 2009

Buchmesse Leipzig 2009

Es scheint, als ob die vielbeschworene Krise vor der Buchbranche (noch) halt macht. Diesen Eindruck hinterließ  jedenfalls die Leipziger Buchmesse und ihre Satelitenveranstaltungen vor etwas einer Woche. Da wurde geschoben, geschubst, gedrängelt… In diesem Jahr schien ein noch deutlicherer Sprung in den Besucherzahlen aufgetreten zu sein, was die Freude und die Lust am Messegang rapide sinken lies. Es macht einfach keinen Spaß, wenn man sich nicht nur an jedem Stand anstellen oder herandrängen muss, sondern wenn man auch für den eigentlich kurzen Weg von einer Halle zur nächsten schnell einmal eine halbe Stunde einplanen muss. Besonders schlimm, in diesem Sinne war es in Halle 2, welche hauptsächlich Mangas, aber auch Comics und Kinderbücher beherbergt hat. Das stattfinden des alljährlichen Manga-Kostümwettbewerbes hat seine Wirkung hinsichtlich Menschenmassen und teilweise auch Belustigungsgrad damit voll erfüllt. Im Bereich Comic/Cartoon gab es aber auch die angenehmen Momente, die die Buchmesse aufwerten.

Am Stand des Mosaik, war aufgrund einiger bekannter Künstler fast so viel los wie bei einer Mangasignierstunde  (nur das Alter der anstehenden Masse war deutlich höher), Josha Sauer konnte sich trotz „Auslagerung“ der Carlsen Künstler in die Glashalle nicht über mangelndes Interesse beklagen, Reinhardt Kleist dagegen hatte eher weniger zu tun, dafür hat er sich aber sehr viel Zeit zum Gespräch genommen.

Am Abend rief dann Sputnik zur sogenannten LitPop Literaturparty und Lesung. Leider ist mir ein wenig entgangen welche Zielgruppe diese Veranstaltung ansprechen sollte, denn die Lesungen die so stattfanden haben mich nicht wirklich beeindruckt und vom Hocker gehauen….außer vielleicht jene von Tilman Rammstedt („Der Kaiser von China“). Dieser ist mit einer tollen Geschichte und  lockerer Vorleseart  heran gegangen und konnte damit überzeugen.

Alles in allem war es also eine durchaus interessante aber auch anstrengende Buchmesse, die durch den hohen Zuspruch dennoch leicht an Charme einbüßt.

Verfasst von: iamchrs | März 16, 2009

autogrammkarte

dank Ralph Ruthe ist mein Handy am Wochenende zur Autogrammkarte geworden. Ein spontan gezeichnetes Nashorn verziert nun die Rückseite. :-)

Nashorn_handy

Verfasst von: iamchrs | März 13, 2009

Phillip Boa „Diamonds Fall“

Auch wenn das Album Release schon ein paar Wochen zurück liegt möchte ich mal kurz meine Eindrücke schildern…

Es ist definitiv kein Album zum Auto fahren oder Zeitung lesen,  es ist ein Album,  welches  in Geschichten schwelgt, welches verspielt ist und welches an allen Ecken und Enden mit kleinen Überraschungen aufwartet. Insgesamt ist es relativ ruhig gehalten und lebt sehr stark von der textlichen und musikalischen Qualität und nicht von reiner Kraft.

Besonders charakteristisch und gelungen finde ich eine Reihe von Titeln, die bei Valerian (zweite Single Auskopplung) beginnt und außerdem Fiat Toppolino,  Jane Wyman, 60′S 70′S 80′S 90′S 10, The Ballad Of Pia And Toett einschließt.

Gerade die ersten beiden Stücke vermitteln Bilder von Melancholie und Freiheit…Sie lassen einen träumen und nachdenken.  Dies ist auch was meiner Meinung nach das Album ausmacht, man kann sich hinsetzen und von  jetzt auf gleich seine Gedanken schweifen lassen, sich in eine Geschichte fallen lassen und sich seine eigenen Gedanken zu allen möglichen Themen machen.

Ich denke, dass das Album deutlich zur Entwicklung Boas als Künstler passt, auch wenn es vielleicht genau das bietet was kaum jemand erwartet hat und  was so ganz anderes ist als die frühen Stücke wie Albert is an Headbanger, Kill your Ideals oder Diana.

Für mich ist es bisher DAS Album im noch so jungen Jahr, was natürlich meine Vorfreude auf das Konzert heute Abend in Dresden noch verstärkt.

Verfasst von: iamchrs | März 13, 2009

still silent

its still silent regarding English books at the moment.

I have some classics lying around but not time to read them now…!

Verfasst von: iamchrs | Februar 27, 2009

tote sprache

Auch wenn die Leipziger Buchmesse noch ungefähr zwei Wochen entfernt liegt, gab es gestern schon einmal einen kleinen Vorgeschmack auf Neuigkeiten aus dem Bereich Cartoon.
Der Carlsen Verlag hat seine drei Spitzencartoonisten dazu gebracht einiger ihrer Werke in einem Buch zusammenzubringen und ins lateinische Übersetzen zulassen ( das Werk hört auf den Namen „Tote Sprache„).
Anlässlich dieser Neuerscheinung wurde gestern eine Kleine Ausstellung mit Werken der Künstler Ralph Ruthe, Flix und Joscha Sauer in der Leipziger Moritzbastei eröffnet.
In der schönen Atmosphäre der Moritzbastei ließ sich nicht nur gemütlich zusammen sitzen, sondern auch noch herzlich lachen. Unter dem Titel einer Lesung präsentierten Ralph Ruthe und Flix auf kleiner Bühne Auszüge ihres Schaffens, welches sich nicht nur auf Cartoons beschränkt sondern auch Musik, Trickfilm und vor allem ganz viel Witz einschließt.
Anschließend präsentierten sich die beiden Künstler in entspannter Runde gesellig und signierfreudig, trotz teilweise recht hoher Buchberge, die es zu bearbeiten galt.

Alles in allem war es ein gemütlicher und lohnenswerter Abend, der sowohl Lust auf Comics/Cartoons als auch auf die Buchmesse vom 12.03. bis 15.03 macht.

Verfasst von: iamchrs | Februar 21, 2009

wii J

ich hab mich einfach nur kaputt gelacht dabei…

Wii J

Verfasst von: iamchrs | Februar 20, 2009

wieder mehr

so langsam werden die Zeiten wieder ruhiger, was heißt, dass es auch bald wieder öfter Einträge an dieser Stelle geben wird. =)

Verfasst von: iamchrs | Februar 2, 2009

an der klippe

Sprache ist der Kernbestandteil eines Kulturraumes. Sie ermöglicht nicht nur die Kommunikation, sie stellt noch dazu Triviales wie auch Ästhetisches dar. Als Mensch erlernt man sie gleich nach dem Essen und Laufen. Sie ist spielerisch, hochgestochen, langweilig und erregend. Kurzum sie ist DIE Kulturtechnik, ohne welche diese Welt nicht existieren könnte.

Jeder Kulturraum definiert sich über eine andere Sprache, jede Region eines Raumes definiert sich, wenn nicht über eine eigene Sprache, dann über einen Dialekt. Dies sind die entscheidenden Komponenten einer Identität. Jeder von uns kann sich über seine Muttersprache (oder dem entsprechenden Dialekt) mit einem Kulturkreis identifizieren. Auch die Abgrenzung sozialer Milieus wird nicht unwesentlich über Sprache definiert.

Doch was passiert mit einer Kultur, wenn sich ihre Sprache durch Vermischung mit anderen Sprachen und Einflüssen langsam, aber dennoch spürbar auflöst? Zwangsläufig muss die Kultur schaden nehmen. Es ist wohl möglich, dass sie  in ihrer jetzigen Form ganz verschwindet .

Genau diese Gefahr, der langsamen Sprach- und Kulturauflösung sehe ich, wenn ich über das Problem ‘Denglisch’ nachdenke. In den letzten Jahren ist es  immer mehr in Mode gekommen mit englischen Begriffen in deutschen Sätzen um sich zu werfen. Ich meine hierbei nicht einmal so harmlose Sachen wie das Handy, den Computer oder die Disco. Ich meine damit solch hässliche Konstrukte wie ‘wenn wir dieses konzept richtig puschen können wir unsere sales noch einmal toppen’ oder ‘downloaden sie sich die datei yx um das programm ab abzudaten’. Dabei ist es längst nicht mehr so, dass dies nur Erscheinungen der Wirtschafts- und Geschäftswelt sind, sondern auch die Massenmedien und allen voran die Werbung sind quasi negative Vorbilder in dieser Sache. So werden wir also täglich bombardiert mit ’slogans & eyecatchern auf flyern & screens’.

Doch warum das ganze? Ist der menschliche Drang nach Ästhetik etwa eingeschlafen? Bei derart wüsten und  so oft sinnlosen Fetzen dreht es doch fast jedem den Magen um. Reicht denn der Wortschatz nicht mehr aus? Wohl kaum. Es sollte doch jedem gebildeten Mensch möglich sein sich in seiner Muttersprache umfassend ausdrücken zu können. Wie schon beschrieben ist das die Kulturtechnik, die unser  Zusammenleben ermöglicht und prägt.

Natürlich gibt es in jeder Sprache Elemente, die mehr oder weniger stark anderen entliehen sind. So etwas bereichert sicher eine Sprache und verhilft ihr zu Vielfältigkeit. Es ist ja auch keineswegs verwerflich den eigenen Wortschatz intelligent zu erweitern, doch was zur Zeit abläuft ist weit von einer solchen intelligenten Erweiterung entfernt. Da werden Lesern, Zuschauern und Konsumenten Brocken hingeworfen, um teils unwichtige Fakten und Produkte aufzuwerten. Gerade in der vielbeschworen Zeit der Informationsgesellschaft scheint es möglich durch gezielte Überinformation und Blendung den Menschen zum geistigen Schlaf zu bewegen. Mir scheint, dass unsere Gesellschaft immer fauler wird Informationen zu filtern und sie richtig zu verarbeiten. Umso größer die Welle ist, die da aus Fernsehen, Werbung und Internet schwappt umso weiter geht der Mund auf. Es wird alles geschluckt, ohne sich auch nur die Mühe zu machen die Liste der Zutaten zu lesen.

So verwundert es auch nicht, dass innerhalb kürzester Zeit ein Phänomen namens „Denglisch“ seinen Weg in die Gesellschaft gefunden hat und sich festsetzen konnte.

Sollte also nicht bei einem Großteil der Gesellschaft möglichst schnell ein Umdenken stattfinden, wird sich unsere Sprache nachhaltig verändern und unsere Kultur Schaden nehmen. Natürlich wird es immer Einflüsse geben, denen sich eine Kultur hingibt, aber es gehört einfach dazu, so etwas gut abzuwägen und immer eine gewisse Balance zu finden, denn die Sprache ist es doch letztendlich die uns charakterisiert.

Verfasst von: iamchrs | Januar 23, 2009

jahr des klanges

Das Jahr 2009 scheint aus der musikalischen Perspektive betrachtet vielversprechend zu werden. Es sind nicht nur einige Alben von durchweg faszinierenden Künstlern angekündigt oder bereits auf dem Weg, sondern auch die Torneen und Festivals versprechen einiges an Höhepunkten.

Den Auftakt bildet bei mir das neue Apoptygma Berzerk Album, welches gerade im Hintergrund läuft. (eine Rrezension gibts dann später :-) ). Schon nächste Woche wird es dann mit einem Album weitergehen, auf das nicht nur ich schon eine halbe Ewigkeit warte: dem And One Cover Album Bodypop 1  1/2 ! Live haben mich die Jungs um Steve Naghavi mit ihren 80er Party Covern schon klar überzeugt, nun gibts das also auch fürs Wohnzimmer, Auto, Klo usw. Auch der Anti-Held der deutschen Musiklandschaft Phillip Boa meldet sich mit seinem Voodooclub Ende Februar zurück. Ich bin gespannt auf ein Album eines Künstlers, der ganz einfach einmalig ist. Im Voodooclub gibt es zudem einen spektakulären Neuzugang, den ich aber allerdings noch nicht kenne: Drummer-Legende Jaki Liebezeit. Durch meine Unkenntnis kann ich aber völlig unvoreinegenommen reinhören und hoffentlich genießen.

Im Verlauf des Frühjahrs reihen sich dann noch PJ Harvey und Depeche Mode in die Riege ein, wobei letztere auch schon im Frühsommer in Deutschland gastieren. Apropos Konzerte: Im April wird das oft schon als Legende bezeichnete Projekt Kraftwerk drei Konzerte in Wolfsburg spielen. (Leider ohne mich…Langsamkeit wird eben bestraft… :-) )

Zu guter Letzt noch die bis jetzt etwas unsicheren Informationen: Wenn man Blog- beziehungsweise Webseiteneinträgen Glauben schenken darf arbeiten auch In Strict Confidence und die wunderbaren Covenant schwer an neuem Material.

Bei den Aussichten kann doch wahrlich niemand von einem Kriesenjahr reden!

Verfasst von: iamchrs | Januar 5, 2009

bücher in der überzahl

Buchläden sind für mich Orte der Ruhe, Wärme und des Wohlfühlens!

Darum ist es auch nicht verwunderlich, dass sie mich immer wieder anziehen und ich in jeder Stadt so ziemlich zuerst nach ihnen suche. So war es auch als ich um den Jahreswechsel in München war. Doch was mich da erwartete als ich ein Hugendubelgeschäft betrat hat mich einfach nur umgehauen und zwar im negativen Sinn. Auch wenn die Vorstellung eines riesigen Buchgeschäftes mit fünf Etagen und einer unglaublichen Auswahl  verlockend klingt, so nimmt einem die Masse an Kunden und die hektische Atmosphäre die Ruhe und Lust am entspannten Lesen und Stöbern. Da tritt man links jemanden auf die Füßen, wird von hinten angerempelt oder alle Sitzplätze sind belegt.

Ich glaube angesichts dieser Aussichten ziehe ich auch weiterhin kleine, gemütliche Buchläden vor und gebe michmit einem beschränktem Angebot an Büchern zufrieden. Und das alles der Atmosphäre wegen. :-D

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