Verfasst von: iamchrs | November 23, 2009

louise hires a contract killer

Die Globalisierung ist omnipräsent. Dies müssen auch die Angestellten einer kleinen Textilfabrik in der französischen Provinz realisieren, als ihre Arbeit praktisch über Nacht wegfällt. Wegfallen deshalb, weil der Investor sich entscheidet sein Geld anderweitig einzusetzen. Eine Abfindung soll es noch geben. Doch was tut man damit? Eine neue Firma gründen?Verjubeln? Die zurückhaltenste  Ex-Angestellte, Louise, spricht es aus…Warum nicht einfach einen Auftragsmörder engagieren und den verhassten Chef umbringen lassen?!?!

Aufgrund dessen, dass alle sofort einverstanden sind geht Louise auch recht schnell dazu über den Plan in die Tat umzusetzen. Dies gestaltet sich allerdings auf kurze und auch lange Sicht schwierig, mühselig und für den Betrachter unterhaltsam. Um das Ende nicht vorweg zu nehmen sei nur erwähnt: die Unternehmung wird zur Farce…
Dieser als Komödie angelegter französische Film zeigt sowohl skurril amüsante Momente, die einem das Lachen förmlich heraus platzen lassen als auch makabere und übertriebene. Mal plätschert er so dahin, mal geht es rasant zu.

Alles in allem lässt er sich zwar nicht als tiefgründig oder gar kritisch einstufen sondern eher als Unterhaltung der besseren, abwechslungsreichen Art.

Verfasst von: iamchrs | November 11, 2009

Donna Leon – aqua alta -

Nicht nur im Kino zieht es einen von Zeit zu Zeit der reinen Unterhaltung wegen,  auch beim Lesen greift man ab und an mal zu „leichter“ Kost. Das soll keines Wegs heißen ich lese Groschenromane oder ähnlichen Humbug. Nein, ab und zu greife ich zur Entspannung zum Krimi. Eines der ältesten Genre, welches die ständige Neugier des Menschen nach Verbotenem und Verbrechen auch heute noch bedient reizt mich gerade wegen der meist einfach Spannungsbögen und im idealen Fall mit einem Verlauf der nicht vorhersehbar ist.

So ist es nicht ungewöhnlich auch einmal das Werk einer der derzeit bekanntesten Kriminalautorinnen, Donna Leon,  in die Hände zu bekommen. So las ich zum ersten Mal von ihrem Commissario Brunetti, von dessen fünften Fall.

Die Geschichte spielt, wie üblich bei Frau Leon, in Venedig und ist im Umfeld der Kunsthandelsszene angesiedelt.  Brunetti stößt eher zufällig beim Blättern in aktuellen Akten auf den Überfall an der amerikanischen Archäologin Brett Lynch, an dessen Namen er sich vage erinnert. Sie betreute einige Jahre zuvor eine Ausstellung in Venedig, von der Brunneti sehr angetan war. Er beschloss also die Dame im Krankenhaus zu besuchen um nicht nur Genesungswünsche zu überbringen, sondern auch um seine Neugier nach den Hintergründen der Gewalttat ein  wenig zu stillen. Schon bald stößt er, wie sollte es anders sein auf fragliches rund um die Ausstellung Bretts und da Museum in  dem sie  stattfand. Als schließlich noch der dortige Museumsdirektor ermordet aufgefunden wird verdichten sich seine Ermittlungen.

Letztenendes spitz sich die ganze Lage sowohl des Falles als auch in der Stadt, wie der Titel schon vermuten lässt, zu. Brunetti löst den Fall und vollster Körperlicher Anstrengung in einem einigermaßen spannenden Finale.

Aber was soll man nun sagen nach solch einem kurzweiligen Buch?? Natürlich ist die Geschichte passabel und mit Stil vorgetragen, doch mehr als  ein kurzer wenn auch angenehmer Zeitvertreib ist es nicht. Doch wie schon am Anfang erwähnt, darum ging es nicht, war das Buch doch  aus reiner Unterhaltung in die Hand genommen.

Verfasst von: iamchrs | Oktober 14, 2009

Stieg Larssons Verblendung

Literaturverfilmungen sind beliebt und haben eigentlich immer Hochkonjunktur, so vielteiliger desto mehr. So ist es auch nicht ungewöhnlich, dass zur Zeit mit Stieg Larssons „Millenium-Trilogie“ erneut eine Bestsellerreihe zum Ausverkauf in den Kinos steht. Schließlich riecht ja eine Literaturverfilmung gerade nach sicherem Zuschauerinteresse.
Der Plot in diesem Fall ist recht simpel und geradlinig;  einsamer, gescheiterter Ermittler mit letzter Chance, eine Bettgeschichte hier, etwas Blut da, klassischer Stoff der Sparte „Spannung“ eben. Klar muss man sagen, dass das Stück ordentlich verfilmt ist und auf technischer wie auf schauspielerischer Seite solide daher kommt, aber was ist das schon wenn einfach die Würze, das Besondere fehlen???
Es ist und bleibt eben nur ein ordentlicher Film, der gut zur einfachen Abendunterhaltung taugt, über den allerdings niemand reden wird. Es bleibt einfach nichts hängen von diesem Film, auch nicht, wenn man mit Konstanz Teil 2 und 3 unter uns bringen wird…

Verfasst von: iamchrs | Oktober 12, 2009

Phillip Boa, Special Show Zwickau

Nach der erfolgreichen „Diamonds-Fall“-Tour vom Frühjahr gab nun Phillip Boa samt Voodooclub eine zusätzliche Minitour. Anlass dafür war die Bereitschaft des Drummers Jaki Liebezeit (Drummer auf dem aktuellen Album, früher CAN), der trotz seines hohen Alters nicht auf Liveauftritte verzichtet. So konnte man nun in einem sehr gut gefüllten „Alten Gasometer“  in gemütlicher Atmosphäre auf einen wohl außergewöhnlichen Abend warten.

Die Stimmung war von Anfang an zwar gut aber nicht etwa euphorisch. Dies unterstützten auch die ersten mit Jaki Liebezeit  vorgetragenen Stücke (hauptsächlich von “ Diamonds Fall„) etwas, da sie zwar musikalisch interessant wie auch brilliant waren, aber eben wie schon das Album nicht an die vorwärtstreibenden alten Stücke anknüpfen. Die besagten alte Stücke folgten dann in einem extra Block, welcher die Stimmung nun wirklich antrieb, bis der Zugabenteil (wieder mit Jaki) ausgelassen gefeiert und genossen wurde.

Wie schon erwähnt war die musikalische Qualität auf sehr hohem Niveau, was sich vor allem durch die vielen neuen Akzente und Nuancen in den Stücken zeigte (hervorzuheben  ist zum Beispiel „60’s, 70’s…“). Auch wurde das wunderbare „Fiat Topolino“ endlich einmal live vorgetragen.

Wer dabei war konnte also einen wunderbar aufgelegten Voodooclub erleben, welcher aufgrund der musikalischen Breite durchweg überzeugt und Spaß gemacht hat :-D

Verfasst von: iamchrs | August 3, 2009

Zeitungsangebot

Die Freiheit erstreckt sich zum Glück auf alle Lebensbereiche. Auch die Medien gehören dazu, was zu einer unglaublichen Vielfalt führt. Natürlich ist das wunderbar und wünschenswert. Doch frage ich mich manchmal warum diese Vielfalt teilweise so eingeschränkt wird?

So bin ich doch gestern an einem Zeitungsstand vorbeigekommen, der mir im Bereich Tageszeitung folgendes anbot:  BILD, Morgenpost, Deutsche Stimme und Nationalzeitung? Wo sind wir denn mittlerweile angelangt?

Ich bitte dies zu bedenken…

Verfasst von: iamchrs | Juli 15, 2009

die unglaubliche regelmäßigkeit…

…sie ist es mit der ich keine Blog einträge schreibe =)

immerhin habe ich es geschafft seit über drei monaten nichts zu schreiben! mal sehen ob es demnächst eher schlechter oder besser wird… dabei gäbe es soviel zu erzählen –> tolle filme, tolle bücher, tolles Depeche Mode Konzert.

mal sehen

Verfasst von: iamchrs | März 31, 2009

Der Vorleser im Kino

Aus meiner Sicht ist das Angebot an guten Kinofilmen derzeit arg beschränkt.  So bin ich also in den Film „Der Vorleser“ gegangen, im Hinterkopf die guten Rezensionen und Meinungen zur Verfilmung des Buchstoffes von Bernhard Schlink. Doch es kam wie es wohl kommen musste, ich wurde enttäuscht.

Gerade der erste Teil der Geschichte in dem sich die Charaktere Michael und Hanna kennen lernen, galoppierte in einem unglaublich hohen Tempo vor sich hin, sodass jegliche Stimmung und jegliches Kennenlernen auf der Strecke bleiben. Kaum 10 (Film)Minuten nachdem Hanna dem erst Fünfzehn-jährigen Michael hilft und nach Hause bringt, sind beide ein „Paar“ und und geben sich einem schier exessiven Sexualleben hin, dessen übertrieben häufige Darstellung einfach fehl am Platze ist. Es wird eine Beziehung mit Problemen, Ereignissen und Dialogen simuliert, welche jede Authensität vermissen lässt. Erst im Verlauf des Filmes, als Michael sein Jurastudium begonnen hat, vermittelt der Film etwas Stimmung und Tiefe. Dies liegt unteranderem an den Gespräche die Bruno Ganz (als Juraproffessor) mit seinen Studenten führt, aber auch an der Darstellungen des Prozesses gegen Hanna und andere ehemalige KZ-Aufseherinnen. Mit der Qualität der Dialoge steigt auch die Qualität des ganzen Filmes. Diese Dialoge und auch einige Emotionen helfen dem Film etwas leichter zum Ende zu kommen, welches zwar versucht durch die Zuneigungsgeschichte von Michael zu Hanna ins Gefängnis wieder Emotionen und damit Zuschauer zu gewinnen, was aberauch an dieser Stelle nicht so richtig gelingen will.

Alles in allem empfand ich den Film als lieblos und frei von Enthusiasmus gedreht. Wie schon erwähnt kommen weder Stimmung noch ein anständiger Spanungsbogen zu Stande, was einen ernüchternden Eindruck hinterlässt und und einfach enttäuscht.

Nichtsdestotrotz werde ich diese Erfahrung zum Anlass nehmen um das Buch noch zu lesen, vielleicht kann das ja überzeugen…

Verfasst von: iamchrs | März 29, 2009

Phillip Boa live in Dresden

Älter geworden ist er vielleicht , aber wie ein Alter agiert er lang noch nicht… Philipp Boa hat vor kurzem seine Tour zum aktuellen Album „Diamonds Fall“ beendet und einmal  mehr bewiesen, dass er auch nach weit über zwanzig Jahren noch Menschen begeistern kann.

Auch im Publikum war zu spüren, dass der Altersdurchschnitt deutlich erhöht war (aus meiner Sicht), was sich aber eher positiv ausgewirkt hat. Die Stimmung war gut und entspannt.So ging also das Konzert, entpannt…trotz dem „Fine Art in Silver“ war das Publikum noch eher verhalten, aber nicht lange. Das Eis brechen konnten Boa und die Band, zu Beginn nur mit den sogenannten Klassikern, die immer im Wechsel mit Stücken vom neuen Album gespielt wurden. Doch gerade die neuen Stücke brachten einiges an Würze ins Konzert, da manche von ihnen eine unglaubliche Dynamik entwickelt haben, die ich im ersten Augenblick, beim hören des Albums nicht so erwartet hatte. Solche Stücke waren zum Beispiel „Coppergirl“ und „The Ballad of Pia and Toett“. Somit entwickelte sich die Stimmung stetig nach oben.

Für mich war es  ein beeindruckender Abend mit Künstlern und Fans, die jeden Moment augenscheinlich voll ausgekostet haben…

(Setlist)

Verfasst von: iamchrs | März 28, 2009

Buchmesse Leipzig 2009

Es scheint, als ob die vielbeschworene Krise vor der Buchbranche (noch) halt macht. Diesen Eindruck hinterließ  jedenfalls die Leipziger Buchmesse und ihre Satelitenveranstaltungen vor etwas einer Woche. Da wurde geschoben, geschubst, gedrängelt… In diesem Jahr schien ein noch deutlicherer Sprung in den Besucherzahlen aufgetreten zu sein, was die Freude und die Lust am Messegang rapide sinken lies. Es macht einfach keinen Spaß, wenn man sich nicht nur an jedem Stand anstellen oder herandrängen muss, sondern wenn man auch für den eigentlich kurzen Weg von einer Halle zur nächsten schnell einmal eine halbe Stunde einplanen muss. Besonders schlimm, in diesem Sinne war es in Halle 2, welche hauptsächlich Mangas, aber auch Comics und Kinderbücher beherbergt hat. Das stattfinden des alljährlichen Manga-Kostümwettbewerbes hat seine Wirkung hinsichtlich Menschenmassen und teilweise auch Belustigungsgrad damit voll erfüllt. Im Bereich Comic/Cartoon gab es aber auch die angenehmen Momente, die die Buchmesse aufwerten.

Am Stand des Mosaik, war aufgrund einiger bekannter Künstler fast so viel los wie bei einer Mangasignierstunde  (nur das Alter der anstehenden Masse war deutlich höher), Josha Sauer konnte sich trotz „Auslagerung“ der Carlsen Künstler in die Glashalle nicht über mangelndes Interesse beklagen, Reinhardt Kleist dagegen hatte eher weniger zu tun, dafür hat er sich aber sehr viel Zeit zum Gespräch genommen.

Am Abend rief dann Sputnik zur sogenannten LitPop Literaturparty und Lesung. Leider ist mir ein wenig entgangen welche Zielgruppe diese Veranstaltung ansprechen sollte, denn die Lesungen die so stattfanden haben mich nicht wirklich beeindruckt und vom Hocker gehauen….außer vielleicht jene von Tilman Rammstedt („Der Kaiser von China“). Dieser ist mit einer tollen Geschichte und  lockerer Vorleseart  heran gegangen und konnte damit überzeugen.

Alles in allem war es also eine durchaus interessante aber auch anstrengende Buchmesse, die durch den hohen Zuspruch dennoch leicht an Charme einbüßt.

Verfasst von: iamchrs | März 16, 2009

autogrammkarte

dank Ralph Ruthe ist mein Handy am Wochenende zur Autogrammkarte geworden. Ein spontan gezeichnetes Nashorn verziert nun die Rückseite. :-)

Nashorn_handy

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