Verfasst von: iamchrs | Februar 9, 2010

Phillip Boa -Malta Tapes-

Pünktlich zum Jahresanfang gab es Zuwachs in der Diskographie von “Phillip Boa and the Voodooclub”. Doch um es gleich vorweg zu nehmen, es handelt sich bei dem albenlangen Werk mit vollem Namen “The Malta Tapes Vol. 1″ um eine Art Compilation, keines Falls um ein reguläres Album.
Die CD, in limitierter Auflage nur über Boas Webshop erhältlich, ist eigentlich nur eine Sammlung von Demos, rohen Songideen und ähnlichem aus der Zeit von 1994-1999. Es quasi der Einblick ins Skizzenbuch des Künstlers. Ich muss auch sagen, dass es zwar interessant ist einige Songs in ihrer Urform oder in anderer Form zu hören, aber es ist eben kein geschlossenes Werk.
Wer sich also gern näher mit Boa beschäftigen möchte, sollte ruhigen Gewissens reinhören; wer Boa eher gelegentlich hört sollte wohl eher die Finger davon lassen.

Verfasst von: iamchrs | Januar 30, 2010

Musik zum Wochenende

Manchmal geht es einem so, dass man ein Lied, einen Künstler oder ein ganzes Album ständig hören will…Bei mir ist das zur Zeit bei den Alben “Rocket Science” von Apoptygma Berzerk und bei “Cosmic Egg” von Wolfmother so…Ich hör und hör und hör sie einfach ständig und werd vorallem nicht müde dabei! Es gibt einfach ständig neue Ecken zu entdecken und die Texte lassen mehr als nur eine Deutung zu.
Wer also noch eine Spur Verschwörungstheorien und eine Briese modernen Rock für ein angenehmes Wochenende sucht sollte in beide Alben reinhören.

geschrieben mit Wordmobi

Verfasst von: iamchrs | Januar 8, 2010

allerhand neues…

…bringt das neue Jahr. Erst einmal möchte ich allen noch ein gesundes und gutes neues Jahr wünschen.
Es gibt auch wieder einiges zu berichten. Zunächst wäre da das Silvesterkonzert mit Welle:Erdball in Leipzig. Es fand in einem gut gefüllten und gemütlichen “Club Lagerhof” statt. Leider gab es keinerlei Vorband oder dergleichen (zum Beispiel den Zeitsturm-Film wie bei den anderen Konzerten im letzten Jahr), sodass die Wartezeit bis zum Konzertbeginn doch recht lang ausfiel. Das Konzert ansich bot dann hauptsächlich bekannte Titel, aber auch einige neue Stücke aus dem kommenden Album. So war die Stimmung im Club hervorragend, welche auch einige technische Probleme in der ersten Konzerthälfte nicht beeinträchtigen konnten. Man kann also sagen, dass es sowohl ein gelungener Ausklang des alten Jahres, als auch Start ins neue Jahr war.
Aus Leipzig mitgebracht habe ich noch die Jubiläumscompilation der Band “Die Perlen” mit dem Namen “Zehn”. Die Band zeigt damit einen Überblick über ihr bisheriges Schaffen, also eine Sammlung von teils kritischen, teils lockeren stücken im Elektropunkstil. Ich kann die Scheibe nur jedem empfehlen, der sich den Perlen nähern will oder sie schonmal live gesehen und genau wie ich sehr angetan von ihnen war.

Auch zwei feste Größen der schwarzen Elektrowelt warten mit frischem Material auf. Da wären zum einen in strict confidence mit der Single/E.P. “my despair”. Das Titelstück glänzt nicht nur mit seinen lyrischen Qualitäten sondern ist auch noch recht flott, wie man so oft sagt “tanzbar” und dank Einsatz einer Gitaristin sogar “rockig”. Das wird auf der Scheibe noch durch einen Club Version und einen sehr guten Sono-Remix unterstützt. Auch die B-Seiten “Constant Flow” und “Feel” stehen dem Titel keineswegs nach. Alles in allem machen diese Stücke allesamt Lust auf das kommende Album und eine eventuelle Tour.
Der zweite Neuling ist das neue Album “rot” der Band [:SITD:]. Die Band geht musikalische etwas kräftiger zu Werke als die vorher erwähnten ISC, doch die Qualität und Ausgefeiltheit der Musik ist auf einem ähnlich hohen Niveau. Auch textlich können [:SITD:] auf diesem Album mit vielen kritischen und reflektierenden Stimmen punkten. Von vielen wird dies nun als intelligente Elektromusik bezeichnet…doch was soll das heißen??! Elektronischen Musik ist im Bereich der Schwarzen Szene in großen Teilen musikalisch wie auch textlich intelligent und tiefrgründig!
Mit diesen kurzen Bewertungen möchte ich es für heute auf sich belassen…ciao

Verfasst von: iamchrs | Dezember 30, 2009

jahresanfang

Ja genau, der Jahresanfang steht mal wieder bevor. Schluss mit Rückblicken und Wehmut. Natürlich gab es viele Glanzlichter und Abstürze im letzten Jahr, aber darüber sind schon genug Worte verloren worden.

Ich persönlich freue mich lieber auf ein  neues Jahr, welches hoffentlich viele Überraschungen bereithält (denn die würzen doch den Alltag!). Kulturell wird sich mit großer Sicherheit wieder einiges tun. Nicht nur mit vielen Alben und Filmen, die schon angekündigt sind,  sondern auch mit Konzerten,  Büchern und Veröffentlichungen von denen noch niemand etwas ahnt.

Ich  freue mich auf jeden Fall darauf und wünsche allen einen angenehmen Start  ins kommende Jahr.

(Los gehts mit der Silvesterparty der Band Welle:Erdball!!)

Verfasst von: iamchrs | Dezember 18, 2009

Das Kino von Heute

Was bedeutet der Film überhaupt noch unserer Zeit? Ist er nur noch Unterhaltung und Effekthascherei?
Im Gegensatz zu anderen Formen der Kunst ist natürlich im bewegten Bild einiges offensichtlicher, doch gutes Kino lässt den Zuschauer nachdenken und fördert seine Vorstellungskraft. Im Angesicht dieser Möglichkeiten frage ich mich bei besonders bildgewaltigen und effektbeladenen Filmen meist: “Was soll das?”. Um eine Geschichte eindrucksvoll zu erzählen braucht es doch keinen großen Knall, sondern zuerst einmal eine erzählenswerte Geschichte!! Diese Gedanken keimen in mir auf, wenn wie gerade mal wieder in einigen Medien euphorisch über einen technischen, effektbeladenen Film gejubelt wird. Natürlich ist der technische Fortschritt einer der wichtigsten Motoren für die Entwicklung des Filmes, aber das ist doch noch lange nicht alles. Sicher sind 3D-Kino und animierte Welten optisch faszinierend und anziehend, aber ohne Handlung werden sie niemanden dauerhaft fesseln oder gar im Gedächtnis bleiben.
Die Wahrnehmung der Massenmedien sollte endlich anfangen Filme nicht mehr nach Herkunft, Budget und später nach Kassenerfolg zu beurteilen. Die Kunst des Filmes, die schon länger zu Kommerz und Industrie mutiert ist, sollte sich grundlegend ändern um wieder der Qualität den Vorrang vor Gewinnzahlen zu geben. Das fängt an bei der Rezension in den Massenmedien und hört auf bei der Beurteilung durch den Zuschauer. Das weitere Aufblasen von Filmen, Studios und Kinos zu “MegaHyperWahnsinnsEvents” führt zwangsläufig zu fallender Qualität, was das Kino immer weiter auf das Niveau des Privatfernsehens treiben wird.
In diesem Sinne, sollte jeder einmal darüber nachdenken warum er sich welchen Film im Kino ansieht…!

Verfasst von: iamchrs | November 23, 2009

louise hires a contract killer

Die Globalisierung ist omnipräsent. Dies müssen auch die Angestellten einer kleinen Textilfabrik in der französischen Provinz realisieren, als ihre Arbeit praktisch über Nacht wegfällt. Wegfallen deshalb, weil der Investor sich entscheidet sein Geld anderweitig einzusetzen. Eine Abfindung soll es noch geben. Doch was tut man damit? Eine neue Firma gründen?Verjubeln? Die zurückhaltenste  Ex-Angestellte, Louise, spricht es aus…Warum nicht einfach einen Auftragsmörder engagieren und den verhassten Chef umbringen lassen?!?!

Aufgrund dessen, dass alle sofort einverstanden sind geht Louise auch recht schnell dazu über den Plan in die Tat umzusetzen. Dies gestaltet sich allerdings auf kurze und auch lange Sicht schwierig, mühselig und für den Betrachter unterhaltsam. Um das Ende nicht vorweg zu nehmen sei nur erwähnt: die Unternehmung wird zur Farce…
Dieser als Komödie angelegter französische Film zeigt sowohl skurril amüsante Momente, die einem das Lachen förmlich heraus platzen lassen als auch makabere und übertriebene. Mal plätschert er so dahin, mal geht es rasant zu.

Alles in allem lässt er sich zwar nicht als tiefgründig oder gar kritisch einstufen sondern eher als Unterhaltung der besseren, abwechslungsreichen Art.

Verfasst von: iamchrs | November 11, 2009

Donna Leon – aqua alta -

Nicht nur im Kino zieht es einen von Zeit zu Zeit der reinen Unterhaltung wegen,  auch beim Lesen greift man ab und an mal zu “leichter” Kost. Das soll keines Wegs heißen ich lese Groschenromane oder ähnlichen Humbug. Nein, ab und zu greife ich zur Entspannung zum Krimi. Eines der ältesten Genre, welches die ständige Neugier des Menschen nach Verbotenem und Verbrechen auch heute noch bedient reizt mich gerade wegen der meist einfach Spannungsbögen und im idealen Fall mit einem Verlauf der nicht vorhersehbar ist.

So ist es nicht ungewöhnlich auch einmal das Werk einer der derzeit bekanntesten Kriminalautorinnen, Donna Leon,  in die Hände zu bekommen. So las ich zum ersten Mal von ihrem Commissario Brunetti, von dessen fünften Fall.

Die Geschichte spielt, wie üblich bei Frau Leon, in Venedig und ist im Umfeld der Kunsthandelsszene angesiedelt.  Brunetti stößt eher zufällig beim Blättern in aktuellen Akten auf den Überfall an der amerikanischen Archäologin Brett Lynch, an dessen Namen er sich vage erinnert. Sie betreute einige Jahre zuvor eine Ausstellung in Venedig, von der Brunneti sehr angetan war. Er beschloss also die Dame im Krankenhaus zu besuchen um nicht nur Genesungswünsche zu überbringen, sondern auch um seine Neugier nach den Hintergründen der Gewalttat ein  wenig zu stillen. Schon bald stößt er, wie sollte es anders sein auf fragliches rund um die Ausstellung Bretts und da Museum in  dem sie  stattfand. Als schließlich noch der dortige Museumsdirektor ermordet aufgefunden wird verdichten sich seine Ermittlungen.

Letztenendes spitz sich die ganze Lage sowohl des Falles als auch in der Stadt, wie der Titel schon vermuten lässt, zu. Brunetti löst den Fall und vollster Körperlicher Anstrengung in einem einigermaßen spannenden Finale.

Aber was soll man nun sagen nach solch einem kurzweiligen Buch?? Natürlich ist die Geschichte passabel und mit Stil vorgetragen, doch mehr als  ein kurzer wenn auch angenehmer Zeitvertreib ist es nicht. Doch wie schon am Anfang erwähnt, darum ging es nicht, war das Buch doch  aus reiner Unterhaltung in die Hand genommen.

Verfasst von: iamchrs | Oktober 14, 2009

Stieg Larssons Verblendung

Literaturverfilmungen sind beliebt und haben eigentlich immer Hochkonjunktur, so vielteiliger desto mehr. So ist es auch nicht ungewöhnlich, dass zur Zeit mit Stieg Larssons “Millenium-Trilogie” erneut eine Bestsellerreihe zum Ausverkauf in den Kinos steht. Schließlich riecht ja eine Literaturverfilmung gerade nach sicherem Zuschauerinteresse.
Der Plot in diesem Fall ist recht simpel und geradlinig;  einsamer, gescheiterter Ermittler mit letzter Chance, eine Bettgeschichte hier, etwas Blut da, klassischer Stoff der Sparte “Spannung” eben. Klar muss man sagen, dass das Stück ordentlich verfilmt ist und auf technischer wie auf schauspielerischer Seite solide daher kommt, aber was ist das schon wenn einfach die Würze, das Besondere fehlen???
Es ist und bleibt eben nur ein ordentlicher Film, der gut zur einfachen Abendunterhaltung taugt, über den allerdings niemand reden wird. Es bleibt einfach nichts hängen von diesem Film, auch nicht, wenn man mit Konstanz Teil 2 und 3 unter uns bringen wird…

Verfasst von: iamchrs | Oktober 12, 2009

Phillip Boa, Special Show Zwickau

Nach der erfolgreichen “Diamonds-Fall”-Tour vom Frühjahr gab nun Phillip Boa samt Voodooclub eine zusätzliche Minitour. Anlass dafür war die Bereitschaft des Drummers Jaki Liebezeit (Drummer auf dem aktuellen Album, früher CAN), der trotz seines hohen Alters nicht auf Liveauftritte verzichtet. So konnte man nun in einem sehr gut gefüllten “Alten Gasometer”  in gemütlicher Atmosphäre auf einen wohl außergewöhnlichen Abend warten.

Die Stimmung war von Anfang an zwar gut aber nicht etwa euphorisch. Dies unterstützten auch die ersten mit Jaki Liebezeit  vorgetragenen Stücke (hauptsächlich von ” Diamonds Fall“) etwas, da sie zwar musikalisch interessant wie auch brilliant waren, aber eben wie schon das Album nicht an die vorwärtstreibenden alten Stücke anknüpfen. Die besagten alte Stücke folgten dann in einem extra Block, welcher die Stimmung nun wirklich antrieb, bis der Zugabenteil (wieder mit Jaki) ausgelassen gefeiert und genossen wurde.

Wie schon erwähnt war die musikalische Qualität auf sehr hohem Niveau, was sich vor allem durch die vielen neuen Akzente und Nuancen in den Stücken zeigte (hervorzuheben  ist zum Beispiel “60’s, 70’s…”). Auch wurde das wunderbare “Fiat Topolino” endlich einmal live vorgetragen.

Wer dabei war konnte also einen wunderbar aufgelegten Voodooclub erleben, welcher aufgrund der musikalischen Breite durchweg überzeugt und Spaß gemacht hat :-D

Verfasst von: iamchrs | August 3, 2009

Zeitungsangebot

Die Freiheit erstreckt sich zum Glück auf alle Lebensbereiche. Auch die Medien gehören dazu, was zu einer unglaublichen Vielfalt führt. Natürlich ist das wunderbar und wünschenswert. Doch frage ich mich manchmal warum diese Vielfalt teilweise so eingeschränkt wird?

So bin ich doch gestern an einem Zeitungsstand vorbeigekommen, der mir im Bereich Tageszeitung folgendes anbot:  BILD, Morgenpost, Deutsche Stimme und Nationalzeitung? Wo sind wir denn mittlerweile angelangt?

Ich bitte dies zu bedenken…

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